Katzen. Auf dem Fußboden, auf dem Sofa, an den Wänden. Überall Katzen. Großer Flachbildschirm und Tupperware. Was lässt man nicht alles über sich ergehen, wenn man nur ungezwungen lieben will… Szenenwechsel. Sekt trinken, sich im Spiegel mehrfach betrachten und die Gespräche führen, die an so einem Wochenende geführt werden müssen. Jeder Blick sagt mehr als tausend Worte. Alles ist in sich stimmig. Alles ist perfekt.
Friedrichshain. Ein Spaziergang durch eine warme Sommernacht. Das Herz jauchzt, die Körpertemperatur steigt. Wir erreichen das Gelände des alten Ostbahnhofs und reihen uns ein. Schneller als erhofft rücken wir vor. Mehrere Personen werden ohne weitere Diskussionen des Feldes verwiesen. Sorgfältige Taschenkontrollen folgen. Die Kamera wird vorübergehend eingezogen. Treppe rauf und rein. Heute nur Panorama. Finest Friday mit Matt John, Hearthrob, Shonky, JPLS und Shonky.
Unkontrolliertes Tanzen. Hemmungslose Kontaktaufnahmen um uns herum. Abstoßend und anziehend. Wie gut, dass es hier keine Spiegel gibt. Erinnerungen an Sartres “Geschlossene Gesellschaft” werden erweckt. Diese Atmosphäre beeindruckt, auch wenn sie in hellen Momenten Furcht einflößen mag. Egal, helle Momente gibt es hinter diesen Mauern nicht. Dem Glockenschlag nach, müsste immerhin draußen allmählich die Sonne aufgehen. Es wird Zeit für einen weiteren Szenenwechsel. Wohnung. Break. Weiter in die Holzmarktstraße. Zirkus und Geisterbahn an der Spree. Es wird Zeit für Buße. Die Beichtstühle ermöglichen einen unproblematischen Umgang mit den eigenen Lastern. Calming down and fucking up with no future-sound…
Brunchen mit Sekt und Paukenschlag. Es darf wieder gelebt werden. Taxi, Taxi! Illegales Festival auf einem am Wasser gelegenen Fabrikgelände im Nirgendwo. Die Sonne bräunt, das Urlaubsfeeling macht an, nur der Körper schwächelt. Auf JAKE THE RAPPER können wir nicht mehr warten. Indisch essen und schlafen. Dann Kunst am Sonntag und den Trip beenden. Berlin, ade, Düsseldorf, here I am…!
(Christoph Parkinson)