Archiv für April 2010

Ich will ein schmutziges Leben führen!

Mittwoch, 28. April 2010

So, unten mal der Text vom LIKE-Blog…

“Am 1.5.2010 ist es soweit. Der Hard Rock Roboter SEDLMEIR steigt auf der “I’ll TELL YOU ABOUT PUNK ROCK” im Subway ab. Nach dem Konzert wird der Abend musikalisch ohne Kompromisse von Destroy, Hass & Sid Eno untermalt. Gästeliste gibt es ab Mittwoch auf dem zweitcoolsten Kölner Blog, furiousclarity.de , zu gewinnen. Konzert und Party zusammen 6 €.”

Verlosung von 4 x 2 Gästelistenplätzen heisst im Prinzip, dass ich Girls, die mit mir schlafen möchten, oder coole Jungs auf die Gästeliste setze. Dafür bitte einfach eine Nachricht an:

www.facebook.com/ChristianDestroy
oder an
www.myspace.com/cdestroy.

So einfach kann es sein zur Kölner Punk Elite zu gehören! Irre, oder?

1.5.2010
mit
SEDLMEIR (haute areal/live)
destroy | hass | sid eno

präsentiert von furiousclarity.de & like-love.de

(See ya in the pit! Destroy!)

Heartcoretage & Fanzinetreffen im AJZ Bahndamm in Wermelskirchen

Sonntag, 18. April 2010

14. Heartcoretage in Wermelskirchen

Kommendes Wochenende findet das sympathischste Hardcore-/Punkfestival Nordrhein-Westfalens statt. Die vierzehnten Heartcoretage stehen – in diesem Jahr vier Monate früher als sonst – im AJZ Bahndamm in Wermelskirchen an. Das Festival glänzt jährlich durch ein sehr gut zusammengestelltes Line-Up, sympathische Leute, gute Drinks und gutes veganes Essen. In diesem Rahmen organisieren Leute vom TRUST, der PLASTIC BOMB und dem TCM obendrein endlich mal wieder ein Fanzinetreffen.

Am Freitag spielen UNDER THE PLEDGE OF SECRECY, AYS, FARGO, PATSY OHARA und DANSE MACABRE, am Samstag treten NOVEMBER 13th, ARKTIKA, CHUCK DAMAGE, CELESTE (Frankreich), MUTINY ON THE BOUNTY, SNIFFING GLUE und MÖRSER. Für das Fanzinetreffen haben bisher folgende Pappnasen ihr Kommen zugesagt:

- enpunkt – ox – trust – three chords – plastic bomb – underdog – out of order – useless – inside artzine – freaky fanatico – twisted wrongs – artcore – wildcat – taugenix – renfield – voice of a generation – influenza – punkrock fanzine – blurr – panx not dead – atrox – dawk magazine – ketten + ketchup – dear you – meatgrinder – randgeschichten – strafraumpogo / alleiner threat – pankerknacker – tofukatze – rohrpost.

Müsste ich nicht arbeiten, würde ich an diesem Wochenende direkt neben der Bühne zelten. Alle die Zeit haben, sollten das nicht verpassen. Wer ein FCZ-Shirt trägt, kriegt einen Gratisschnaps. Vielleicht.

(Christoph Parkinson empfiehlt)

Der CLUB SCHEIßE ist tot – es lebe das Ätherblissement

Donnerstag, 15. April 2010

Wow, letztes “Wochenende” hatte es wirklich in sich. Es kann auch was für sich haben, wenn man selbstständig und ohne Aufträge ist. Dementsprechend zerknittert guckte ich nämlich samstags aufgrund der, von mir gerade erfundenen, umgekehrten Kausalitätskette aus der Wäsche. Es sollte das letzte Mal sein, dass der mittlerweile überregional berüchtigte (Privat-)Club Scheiße seine Pforten öffnete. Im Rahmen dieses Events sollten fünf Bands spielen, Red Light District, Cobretti, Sniffing Glue, Kein Hass Da und Hammerhead. Wochen zuvor bekam ich von Ron (Hammerhead) schon eine SMS mit dem Inhalt “Geheimkonzert im CS, Abrissparty”. Die Vokabeln Hammerhead und Abrissparty in einem Satz waren schon immer Superwerbung für jedes Event und der Alptraum eines jeden Veranstalters.

Bens Birthday
Einer der Gründe: Total asoziales Bowlen – Benehmen: Mittelstufenparty ohne Girls aber mit zum ersten Mal Alkohol und die Lehrer sind weg

Nachdem ich also quasi seit Mittwoch aus diversen Gründen besoffen sein MUSSTE, war ich am Samstag ziemlich traurig darüber, meinen lieben Freund Nino (Barseros, you know…) eingeladen zu haben. Der stand dann ausnahmsweise auch bumsfidel mit besserer Hälfte auf der Matte und wir tigerten rüber zum Club. Dort angekommen war’s auch echt schon so, dass die ganze Straße mit mehr oder weniger bekannten Gesichtern voll war und eigentlich keiner mehr reindurfte. Bemerkenswert dafür, dass keine Werbung gemacht wurde. Zum Glück bin ich VIP, war also kein Problem. Drinnen war’s nicht zum Aushalten oder ich war nicht zum Aushalten, ich weiß es nicht mehr genau. Zum Glück hat eine liebe Freundin (danke Judith) an mir die Druckbetankung durchgeführt, so dass ich auch bald bessere Laune bekam und draußen schon wieder anfing, große Reden zu schwingen. Mit anderen Worten, ich hab drinnen erst mal drei Bands komplett verpasst, was mir insbesondere bei Sniffing Glue leid tat, die sind nämlich wirklich toll. Währenddessen lief übrigens Steffen vom CS die ganze Zeit total aufgeregt draußen herum und war null in der Lage sich locker zu machen, der Ärmste, da er irgendwie so eine Art Chaostage aufgrund der vielen Leute befürchtete, zum Glück war wirklich alles die ganze Zeit friedlich.

Sniffing Glue
Abbildung B: Sniffing Glue – verpasst.

Irgendwann hieß es dann, dass es losgeht, dementsprechend bin ich rein, um mir einen Platz zu sichern. Leider bekam ich nur noch die letzten Lieder und 1000 unerwünschten Zugaben von Kein Hass Da mit, am Mikro ist übrigens Kulttype Karl Nagel. Das Ganze ist eine Bad Brains-Coverband auf Deutsch (Warum???) von Punk/Mucker–Typen – quäl… Freunde im ernst, lasst es einfach, ich meine, das hört sich ja ganz nett an, so aus der Dose, aber live ist das bei eurem Anblick und mit den schrecklich bemühten deutschen Texten nicht länger als fünf Songs zu ertragen. Leider hält euch das nicht davon ab, gefühlte drei Platten Bad Brains zum besten zu geben (auf Deutsch!!! Setz die Segel Kollege). Das Schlimme daran ist, dass es mir jetzt schwerfällt, die göttlichen Bad Brains zu hören, ohne dabei eure Hackfressen vorm geistigen Auge zu haben. No Offense…

Dann kam Hammerhead, also, als ich die vor nem Jahr nochmal im Underground gesehen habe, war ich echt gelangweilt, das war alles viel zu viel des Guten, bestimmt lag es auch an mir, aber damals habe ich mich tatsächlich mal meinem Alter entsprechend benommen, sprich, ich stand quatschend an der Theke – diesmal nicht. Ich habe mich mit Nino total affig und wie auf meinem zehnten Konzert aufgeführt, es war toll. Nino war sich nicht einmal zu doof ständig auf allen vieren durch die Band krabbelnd Bier zu klauen, obwohl Norbert (mit Abdrängversuchen) und Osche (mit dem Drumstick beim Spielen nach ihm hauend) das erfolglos zu verhindern versuchten.

HHEAD 2

HHEAD

Danach sind alle (?) rüber in den Sonic und ab da weiß ich auch fast nix mehr, außer, dass ich Ben dauernd versicherte, dass ich gleich bei ihm sei um die Bude einer offensichtlich verrückt gewordenen Alten (Mädchen-WG neben dem Sixpack kündigt Abrissparty auf Facebook an!!!) kaputt zu hauen. Ich hoffe, Matteo hat mich ordentlich vertreten.

Folgende Nachrichten erreichten mich noch via Facebook:

· Glen Ravioli, Thekenchef im Sonic meinte irgendwie zu wissen, dass ich mich danebenbenommen hätte und warum
· Ein lieber Freund meinte mich an die Crazy Sache mit dem Wodka erinnern zu müssen (ich bestelle mir nie Wodka)
· Meine Jacke wurde nicht wiedergefunden (Ich weiss, es ist langsam langweilig)
· “Warum hast du um 6 noch angerufen”

Danke Steffen, danke Jan, danke Äther Youth!

Konzertfotos sind alle vom Allschools NetWork

(Christian Destroy)

Zu Gast #8: Moses A. “New York City Hardcore”

Samstag, 10. April 2010

Moses A. ist der Inkinator

Lange habe ich von Moses nichts mehr gehört und nun liegt sein zweites Buch “New York City Hardcore” in meinem Briefkasten. Dass er dieses Buch schreiben wird, hat er bereits 1998 in seinem Debüt-Roman “Chaostage” angekündigt. Daran geglaubt habe ich schon länger nicht mehr. Aber für Überraschungen ist Moses schon immer gut gewesen. Und auch der Inhalt überrascht – besonders im Hinblick auf den Buchtitel. Die Story zeugt von Kreativität, der Schreibstil gefällt sowieso. Insbesondere die gelungenen Dialoge stechen heraus. Eine differenziertere Rezension erscheint im Ox #90. Bestellen könnt ihr das empfehlenswerte “deutsche Endzeit”-Werk unter anderem über die Homepage http://www.newyorkcityhardcore.de. Viel Spaß schon mal mit dem folgenden Auszug, der einen kleinen, aber nicht unbedingt repräsentativen Vorgeschmack gibt.

(Christoph Parkinson)

“…Das Wetter war herrlich. Die Sonne strahlte. Sie hatten den Tag am Strand mit Kite-Surfen verbracht und genossen während der Fahrt im offenen Jeep ein kaltes San Miguel.

Marc saß am Steuer und kümmerte sich nicht um irgendwelche Promillegrenzen oder Drogenscreenings. Es war ein ungeschriebenes Gesetz, G.I.s wurden nicht kontrolliert. Vom Atlantik wehte ein erfrischender warmer Wind. Marc hatte die Küstenstraße FV1 gewählt, an Puerto Del Rosario vorbei dann weiter auf der FV2, die bis in den Tiefen Süden nach Morro Jable führte. Eine herrliche Strecke. Marc fuhr einfach aus purer Lust am Fahren und der herrlichen Landschaft wegen. Auf der linken Seite lag der Atlantik in allen Farben. Die Wellen mit den weißen Schaumkronen brandeten an eine einmalige, phantastische, wüstenhafte Strand- und Dünenlandschaft. Auf der anderen Seite die kahlen erloschenen Vulkane, bar jeglicher Vegetation.

Die Fahrt in den Süden hatte einen weiteren Grund. Er brauchte Abwechslung. Die kleine Chinesin aus New York sollte in Morro Jable untergekommen sein. Sie vertrieb sich, wie sie es selbst beschrieb, die vier Wochen Rehabilitation mit Glückspiel, Drogen und billigem Sex. Das Mädchen war ihm sympathisch. Sollte sich da etwa eine ernsthafte Beziehung anbahnen? Er könnte ohne Probleme ihr Vater sein. Marc hing seinen Gedanken nach und genoss die Fahrt hinter seiner 70er Jahre Spiegelglas-Sonnenbrille. Aus den Boxen tönte „Atomkrieg jetzt“. Ein deutschsprachiger Hatecoresong allererster Kajüte.

„Halt mal an“, brüllte ihm Kowalski ins Ohr, als sie an der Punta Culo de la Botija angekommen waren. Von hier hatten sie einen Wahnsinnsausblick auf das Meer und die untergehende Sonne. Es war einer dieser magischen Momente. Auf der Pritsche eine Palette Sapporo und im Süden keine 30 Kilometer entfernt Morro Jable, ein weiterer Sündenpfuhl wie aus einem Pasolini Film. Sie waren Freibeuter der Neuzeit. Völlig legal konnten sie im GMT Leute töten und Beute machen. Dafür gab es dann auch noch Orden und Prämien. Das Recht war auf ihrer Seite, das Leben könnte nicht schöner sein.

New York City Hardcore

„Wie konnte Hardcore eigentlich von den Nazis übernommen werden?“
„Kowalski, du nervst“, antwortete Marc mit einem dicker werdenden Hals und rotem Kopf, nachdem auch dieser magische Moment durch seinen Mitreisenden ausgeknipst worden war.
„Du hast eindeutig einen an der Waffel. Wo liegt eigentlich dein Problem? Wir haben hier den besten Ausblick auf der ganzen Insel, auf der ganzen Welt und du fängst wieder mit deiner dämlichen längst vergessenen Jugendbewegung an. Das ist langsam echt nicht mehr witzig. Willst du mich eigentlich verarschen?“

Marc machte eine kurze Pause und sah Kowalski strafend an, um langsam und eindringlich mit übertrieben hypnotischer Stimme fortzufahren.

„Wir kommen gerade vom geilsten Trip dieses Urlaubs, haben noch eine richtig coole Sause vor und du fängst wieder mit diesen alten Kamellen an. Verdammt. Hardcore ist nichts weiter, als von ein paar Pfadfindern zu ernst genommener Punkrock. Verstehst du? Zuwenig Humor, zuviel Pathos.“ Sein Kopf war nicht mehr rot. Er fuhr ruhig, die Einzelbuchstaben betonend, fort. „P U N K, nur ohne Humor. Deppen wie du haben dafür gesorgt, dass sich in der spaßfreien Straight Edge Zone Nationalsozialisten ausbreiten und ihre hohlen Phrasen verbreiten konnten.“

Kowalski nahm die übliche Schimpfkanonande, die er schon dutzende Male über sich hatte ergehen lassen, nur als ein rauschendes Störgeräusch aus dem Off wahr. Er erwartete eigentlich gar keine Antwort von Marc und schaltete in diesen Momenten komplett ab. Er schwebte in höheren Sphären. Dieses Leben war ihm zu oberflächlich. Er fühlte sich leer. Wo war das heilige Gefühl, an einer besseren Welt mitzuarbeiten, geblieben.

„Pass auf, mein Sohn. Die Sache ist ganz einfach. Hardcore war dagegen. Außerdem wurden diffuse Gefühle wie jugendlich, pubertäre Verzweiflung an dieser bösen, bösen Welt, Teenagerrebellion und so weiter zelebriert. Eigenschaften wie Zusammenhalt, Kameradschaft, Treue wurden besungen.“
„Wenn du bei Ebay Socken ersteigerst, was gibst du für einen Suchbegriff ein?“
„Socken.“
„Einfach nur Socken?“
„Oder Adidas Socken. Leider habt ihr Trottel vergessen, dass Hardcore von jeder politischen Richtung vereinnahmt werden kann. Genau an diesem Punkt haben die Nazis angesetzt. Die Antwort auf eine gesellschaftliche Alternative wurde von Hardcore nie in Form eines politischen Manifests gegeben. Außer von Steinzeitkommunisten wie SEEIN RED, oder anderen phantasielosen Lehrertypen vielleicht. Wenn das Pol Pot gewußt hätte.“
„Von woher wurden die Tennissocken denn geschickt?“
„Kanada. Im Grunde war Hardcore viel zu groß, stand weit über Politik war die Weiterentwicklung aller bisher …”

(Moses A.)

Ein Jahr europäische Hardcoregeschichte: Trust #1-10 (Sammelband)

Donnerstag, 08. April 2010

Punk. Hardcore. Underground. TRUST. Die ersten zehn Trust Ausgaben sind von nun an als Sammelband erhältlich. Ein fetter Schinken, der so einiges, nicht nur an europäischer Hardcoregeschichte, aus den Jahren 1986-1987 zu bieten hat:

Interviews mit HERESY, RAW PAWER, MARGINAL MAN, JOLLY ROGER, TU-DO HOSPITAL, SPEED-AIRPLAY (die einzige Hardcore-Radioshow der Schweiz im Jahr 1986), NEGAZIONE, SPERMBIRDS, CAPITOL PUNISHMENT, SUICIDAL TENDENCIES, SOCIAL UNREST, etc.. Bestandsaufnahmen der damaligen Punkszenen in Polen, Jugoslavien, Italien, England, Norwegen und über Europa hinaus. Kolumnen von Armin, Dolf oder sogar noch Moses (lange ist es her…). Reviews von Fanzines, Demos und Co. – welche in dieser Zeit eine ganz andere Bedeutung hatten. Massen an Fotos. Massen an Text. Massen an Hardore.

Das Buch kostet nur 20 € und kann bei Dolf (dolf@trust-zine.de) geordert werden. Aber gebt Gummi, die Erstauflage ist auf hundert Stück limitiert.

(Christoph Parkinson)

Bücher, die niemand braucht: Von Adelmann über Barth zu Trustorff!

Mittwoch, 07. April 2010

Roland Adelmann
RODNEYS SLAM
Cutprosa & Smashpoeme

Buch | Edition Paper One | EditionPaperONE.de | 106 S., 9,95 Euro
Ein Verlagskollege von HC Roth. Der Autor ist Mitte Vierzig, wohnt im Ruhrpott und „Rodneys Slam“ ist seine sechste Einzelpublikation. Er ist Betreiber des Vertriebs „Rodneys-Underground-Press“, hält Lesungen im gesamten Lande und auch sonst klingen seine Aktivitäten anständig. Der Inhalt dieses Buches fällt dagegen poplig aus. Mitunter beweist Roland vielleicht mal geringfügigen Einfallsreichtum und Frohsinn, aber oft fragt man sich, was die „Storys“ sollen. Nee, muss nicht sein – außer eventuell nach dem vierzigsten Herrengedeck in der Dortmunder Hirschkuh an einem Sonntag um neun Uhr morgens.

Marina Barth
WIE MAN KROKODILE ERWÜRGT
Kurzgeschichten

Buch | Muschel Verlag | muschelverlag.de | 133 S., 9,90 Euro
Marina Barth, Schauspielerin und Leiterin des Kölner Klüngelpütz-Theaters, hat ein Buch geschrieben? Oh nein, auch das noch…! Zwanzig Geschichten „in denen insbesondere immer wieder die Männer samt ihrer angeborenen Schwächen im Vordergrund stehen“. Gab es so etwas nicht schon zu oft – und vor allem nicht schon viel besser? Marina versucht in ihren Texten gerne mal etwas keck daherzukommen. Es dürfte verblüffen, wenn dieses Buch, wie auf der Rückseite angekündigt, de facto mal jemandem vor Lachen Tränen des Vergnügens beschert. Selbstbewusste Frauen, die gerne rauchen und Bier trinken, mühelos oft tagelang sehr ungeduscht auf ihrem Sofa herumliegen, sind nichts Neues – und das sie sich irgendwann als Autorinnen versuchen, ist ein ebenso alter Hut. Na ja, wenigstens ist Marina nicht auch noch Wahlberlinerin, was das abgeschmackte Bild komplettiert hätte.

Hauke Trustorff
DIE SCHÄNDUNG MIT DER MAUS
Edition The Punchliner Band 4

Buch | Verlag Andreas Reiffer | verlag-reiffer.de | 118 S., 10 Euro
Die Kurzgeschichten und Gedichte von Hauke, die neben den Texten vieler anderer Autoren, in der The Punchliner-Buchreihe erscheinen, sind häufiger amüsant geschrieben und zaubern dem Leser hin und wieder ein Lächeln ins Gesicht. Eine alleinige Ansammlung von seinen Texten, und zudem noch in diesem Umfang, liest sich sehr mühsam und nervt. Seine Zeichnungen sind recht spaßig, aber das mit Abstand Beste an dieser Veröffentlichung ist der Dialog auf der Buchrückseite.

(Christoph Parkinson)

Vierter „Parkili geht nach Bernli“-Teil und vieles mehr in der neuen April/Mai Ausgabe des Ox Zines!

Dienstag, 06. April 2010

Parkili in Amsterdamned

„…Zitternd lege ich mich auf mein Bett. Die letzten drei Tage waren Stress pur. Die verbratenen dreihundert Euro könnte ich in der kommenden Woche übrigens auch gut gebrauchen. Mein Kühlschrank ist leer. Nach dem Trinken von Ramazotti und Stangen in der Turnhalle, ist mir momentan nicht. Im Schwimmbad zu ölen, muss heute auch nicht sein. Aber ich freue mich wirklich sehr auf die nächsten, vermutlich wieder erholsameren Wochen in Bern…“

Exkursion nach Amsterdam. Der vierte Teil der „Parkili geht nach Bernli“-Reihe ist im Ox #89 erschienen. Genießt den Text. Es wird der vorerst letzte dieser Art sein. Ab dem Ox #90 widme ich mich wieder klassischeren Kolumnen. Ebenso lesenswert ist in der aktuellen Ausgabe das auf unserem Blog angekündigte Interview mit Jan Off. In den gängigen Rubriken habe ich mich quantitativ etwas zurückgehalten: Buchbesprechungen (Oliver Uschmann „Das Gegenteil von oben“ u. „Fehlermeldung“, Daniel Terek „Der Weltenmampfer“), Tonträgerrezensionen (AMARI „Power“, APPALOSA „Savana“) Livereview (MY HEART BELONGS TO CECILIA WINTER u. EVELINN TROUBLE im ISC in Bern).

Die üblichen Verdächtigen haben im Heft für folgende Beiträge gesorgt: SICK OF IT ALL, BLACK FLAG, CANCER BATS, CROWD OF ISOLATED, DALLAX, DEADLINE, DEECRACKS, DETROIT7, THE DILLINGER ESCAPE PLAN, DONOTS, THE DWARVES, Justin Townes Earle, EMPOWERMENT, EVILE, FARBEN LEHRE, FIGHT LIKE APES, FINDUS, GAVIN PORTLAND/Hardcore in Finnland, Rowland S. Howard, KISMET, Life is Punk: Dr. Oliver Fröhlich, LO FAT ORCHESTRA, MONEEN, THE MONROES, MOSKOVSKAYA, NOMEANSNO, PATSY O’HARA, PROJECT: KOMAKINO, Punk in Nepal, Randy Bradbury/PENNYWISE, Red Scare Records, SANKT OTTEN, STATE, STILL SCREAMING, STRONGBOW, TERRORDACTYLS, THERAPY?, TURBOSTAAT, Twisted Chords Records, VARSITY DRAG, etc.

Die CD-Beilage beinhaltet Tracks von: KARATE DISCO, LEATHERFACE, BEDLAM KNIVES, GIMP FIST, GUNS ON THE RUN, COBRA, HEARTBREAK STEREO, ESKORBUTO, ACCELERATORS, MCRACKINS, PINTANDWEFALL, GOOD WEATHER GIRL, GRINGO STAR, THE DOITS, FITZCARRALDO, THE HIRSCH EFFEKT, DEAD UNITED, BANANE METALIK, RAFIKI, AFFENMESSERKAMPF, STATE, PÖBEL & GESOCKS, OXXON, MONKEY SUITE, CHASING FOR GLORY. Also: Kaufen, Lesen, Hören, Freuen, Abonnieren!

(Christoph Parkinson)