Archiv für Januar 2012

Im Gespräch: Daniel Fischer über SUBVERSIV RECORDS!

Montag, 30. Januar 2012

Daniel Fischer, Subversiv Records

Im Ox werden regelmäßig auf einer Seite drei fabelhafte Labels anhand ein paar sehr ,klassischen’ Fragen vorgestellt. Ursprünglich war es geplant, in dieser Rubrik das Berner Label SUBVERSIV RECORDS näher zu beleuchten. Als ich Daniel Fischer, einer der beiden Köpfe des Labels, Anfang Dezember in einer Berner Bar interviewt habe, erzählte er so viele interessante Dinge über die Labelarbeit, seine anderen Aktivitäten oder die Punk-/Hardcoreszene in der Hauptstadt der Schweiz, dass es zu schade gewesen wäre, wenn sich das abgedruckte Interview nur in der Beantwortung von sieben Standardfragen erschöpft hätte. Den besonders interessanten Teil des Interviews könnt ihr daher in der im Februar erscheinenden Jubiläumsausgabe des Ox Zines (#100) nachlesen. An dieser Stelle erhaltet ihr einen kleinen Vorgeschmack sowie einen Einblick in die Welt der Standardfragen.

Wo und wann wurde SUBVERSIV RECORDS gegründet, wo ist das Label heute ansäßig?

Heute sind wir alle in Bern zu Hause. Der harte Kern kommt aus den Bergen. In Meiringen, einem 5.000 Einwohnerdorf in dem das Skigebiet Meiringen-Hasliberg liegt, sind wir alle aufgewachsen. Dort haben wir uns damals erst als harte Musikfans zusammengeschlossen, bevor wir uns dann gestattet haben, uns nicht nur als Fans, sondern auch als Musiker zu betätigen und zwei Bands (UNHOLD, AMOK) zu gründen. Da wir für diese Region viel zu krass gewesen sind, haben wir schließlich damit angefangen, einfach alles selbst zu machen. Mich hat von Anfang an dieser Do-it-yourself-Gedanke sehr geprägt. Niemand wollte uns – also haben wir alles selbst gemacht: Aufnahmen, Shirts, Poster, Konzerte. Damit unsere Demos veröffentlicht werden, haben wir das Label gegründet. Der Name SUBVERSIV RECORDS war Programm. Wir waren gegen den Strom, wir waren gegen alles. Als wir Anfang der 90er die Bands gegründet hatten, haben wir uns Instrumente vom Flohmarkt besorgt und mit einfachsten Mitteln versucht, Aufnahmen zu machen. Und das hat sich immer weitergezogen – bis heute.

Subversiv Records

Von wem wurde das Label damals gegründet und wer steckt heute dahinter?

Das Label wurde zwar von den beiden Bands gegründet, aber Phillip, der Sänger von UNHOLD, und ich verkörpern von Anfang an dieses Label und tätigen die Arbeiten dafür allein. Er macht einen Großteil der Covers für die Bands und das Webdesign. Ich kümmere mich um die Produktionen, die Abläufe, die Promo und zum Teil sogar auch noch um das Booking für die Bands, die niemanden kennen und ohne Hilfe nicht weiterkommen. So ist das zum Beispiel bei THE STRAPONES der Fall: Die sind ganz neu, ganz jung und haben keinen Schimmer – sie sind einfach eine gute Band. Daher helfe ich ihnen dabei Gigs zu bekommen.

Lebt ihr von eurem Label?

Nein, aber ich lebe für das Label.

Was macht ihr sonst noch?

Ich arbeite als Plattenverkäufer (Rockaway Beach), DJ (DANNY RAMONE) und Clubbucher (ISC). Phillip ist hauptsächlich nebenbei noch Grafiker. Er hat ein eigenes Grafikbüro (BlackYard) und macht unter anderem seit über zehn Jahren die Plakate für die Reitschule.

Welche sind eure bevorzugten Stilrichtungen?

Punkrock, Hardcore, Independent-Rock, alles was mit Metal und um Metal herum passiert. Persönlich interessieren mich auch Sludge und die ganzen Stonergeschichten. Grundsätzlich ist es so bei Subversiv – und das ist das, was uns oft auch angekreidet wird –, dass wir viele verschiedene Stilrichtungen auf unserem Label haben. Aber das ist mein eigenes Ding. Mir gefallen eben viele Musikstile, deshalb kann ich auch dahinterstehen, wenn wir zum Beispiel mal eine Popnummer veröffentlichen. Die CHOO CHOOS, deren Debütalbum wir veröffentlicht haben, machen zum Beispiel sehr poppigen Garagenrock, deren Songs sogar oft im Radio gespielt worden sind.

Tight Finks

Eure Label-Vorbilder?

Vorbilder gibt es einige. Als das Label noch kleiner war, sind wir den ALTERNATIVE TENTACLES-Sachen hinterher geeifert. Auch an deutschen Labels gibt es ein paar, wie zum Beispiel früher WE BITE. Wir haben uns eigentlich vor allem an Labels orientiert, die in erster Linie darauf scheißen, viel zu verkaufen und einfach gute Sachen machen – auch optisch. Ob ich in punkto “Stil” ein Vorbild habe, weiß ich gar nicht. Die meisten Labels, die ich von früher kenne, haben einfach Punkrock oder Hardcore gemacht. Sehr prägend waren auch diese ganzen Schwedensachen: BURNING HEART oder BAD TASTE.

Die ersten, die heutigen Bands?

Die ersten, die es immer noch gibt, sind UNHOLD. Ganz früher waren auch AZIZ dabei, die TIGHT FINKS sind bereits seit Anfang der 90er dabei. Oder URISTIER, eine Punkrockband aus den Bergen, die in Schweizerdeutscher Sprache singt; eventuell lösen die sich auch bald auf.

(Christoph Parkinson)

Mehr Kuchen, weniger Klamotten: Gratis Bandshirts abstauben!

Samstag, 28. Januar 2012

T-Shirt

Der Frühling naht, der Kuchen schmeckt immer noch und es wird Zeit, ein paar Klamotten auszumisten. Davon könnt ihr profitieren. Wer eins der folgenden, überwiegend gebrauchten Shirts gratis haben möchte (nur Porto fällt an), schickt mir eine Mail an info@furiousclarity.de. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Und wenn keiner mahlen will, gehen die Shirts an die Berner Heilsarmee.

- As Friends Rust “AFR” (schwarz, Girlie)
- Bastardized Empire Crew “Logo” (grün, L)
- Bushido “Tour-Shirt 2009″ (schwarz, XL)
- Bushido “Logo” (weiß, S)
- Cerebral Ballzy “Skelett” (schwarz, S, neu)
- Converge “Rise from Ruin” (blau, S)
- Dillinger Four “What could be more…” (schwarz, M)
- Good Clean Fun “Shopping for the Crew” (weiß, S)
- Koeter (schwarz, S, neu)

Fortsetzung folgt…

(Christoph Parkinson)

Ox-Kolumnen-Lesereise in Österreich 2012: Spread this stuff!

Samstag, 14. Januar 2012

Ox-Lesereise, Alex Gräbeldinger, Christoph Parkinson, HC Roth, Österreich

Nähere Informationen und Fotos: hier.
Facebook-Link für die Veranstaltung in: Graz
Facebook-Link für die Veranstaltung in: Klagenfurt.
Facebook-Link für die Veranstaltung in: Wien.

(Christoph Parkinson)

Exklusive T-Shirts zu Filmen von Yagury-Studios!

Freitag, 13. Januar 2012



Hier eine kurze Aufnahme von den Yagury-Studios nach dem Jahre 1986.

Derzeit ist man auf der Suche nach einer Videoaufnahme, die angeblich ein junger Reporter aus Deutschland noch vor dieser Zeit gemacht haben will. Es soll die Studios noch im aktiven Zustand zeigen und auch noch – viel wichtiger – ein Interview mit Mr. Yagury, dem Gründer der Yagury Studios, enthalten. Allerdings ist der deutsche Journalist seither verschwunden, aber aus einer nicht ganz sicheren Quelle ist bekannt, dass eben dieses Video noch auf dem alten Studiogelände versteckt sein soll.

Wo der Deutsche geblieben ist bleibt unbekannt und wo sich die Yagury Studios zurzeit befinden auch. Eine Spezialtruppe von Wissenschaftlern und unbekannten Fanatikern der Yagury Filme ist seither auf der Suche nach all diesen Rätseln, aber blieb bisher leider erfolglos. Hier ein paar Informationen zu den Yagury Studios:

Der Gründer der Yagury Studios “Mr.Yagury” drehte seinen ersten Film im Jahre 1944 auf einem unbekannten Feldzug vom Osten aus gegen das Deutsche Reich. Seine Darsteller – verletzte Soldaten und unfreiwillige Zivilisten. Am letzten Drehtag kamen alle Beteiligten bei einem Angriff der deutschen Truppen ums Leben.
Nur Yagury überlebte und nahm diese Aufnahmen als grandiosen Abschluss seines Films. Bis heute steht dieser unter strengster Zensur und nur wer wirklich tief in den Welten des WWW sucht, wird vielleicht einige Szenen daraus finden. Sein Titel lautet “From ******* ** ****** ****ie”


Yagury-Studios, Fresse-Shirts

Zwischen 1944 und 1970 fehlen leider sämtliche Information um Mr. Yagury. Erst 1971 sorgte ein neuer Film, “The Attack From The Girlfriend Eater”, für neue Schlagzeilen. Aber anders als wie beim ersten Film gab es hier nur wenige Szenen, die gekürzt oder gar ganz gestrichen werden mussten. Der Film lief weltweit in den Kinos und es folgten diverse andere Streifen bei denen Mr. Yagury wie auch bei “The Attack From The Girlfriend Eater” die Regie abgab und sich voll und ganz der Produktion hingab.

In der Zeit zwischen 1970 und 1986 entstanden so über 100 Filme wie “The Wrestling Brothers“, “Dr. Jawbreaker” oder “Your House is Taken“. Die Yagury Studios wuchsen zu einer Filmmacht wie man sie nur aus Amerika kennt und zog so auch immer mehr Aufmerksamkeit auf sich – und auch die Probleme häuften sich.

Viele der Filme kamen wieder unter die Zensur und konnten nur unterm Ladentisch für viel Geld zugänglich gemacht werden. So kam es, dass es die letzten bekannten Produktionen kaum noch in die Westliche Welt schafften und die Yagury Studios, die eh kein Mensch zuvor betreten durfte, sich wie von selbst auflösten.

Mr. Yagury steht nicht nur unter dem Verdacht für das Verschwinden des deutschen Journalisten verantwortlich zu sein, sondern auch für das Verschwinden sämtlicher Darsteller seiner Produktionen. Das alte Gelände der Studios, welches nicht nur verseucht, sondern auch an vielen Stellen vermint sein soll, ist bis heute unerforscht und nur von wenigen und leider auch tödlich verunglückten Wissenschaftlern betreten worden.


The Attack From The Girlfriend Eater, Yagury-Studios

Trotz all dieser unangenehmen Beigeschichten um die Yagury Studios, kümmern wir uns darum, die alten Filme und die dazugehörigen Fanartikel wieder zugänglich zu machen. Alles wird sich nicht auftreiben lassen und vieles dürfen wir gar nicht wieder veröffentlichen, aber wir arbeiten dran so viel wie möglich hier anzubieten.

29.07.2010 – Für Yagury.

(Empfehlung von Christoph Parkinson)

Minus Rockcity Meppen: BACKWOOD CREATURES-Interview aus dem FCZ Nr. 4 (1999)

Donnerstag, 12. Januar 2012

Backwood Creatures

“Liebe Freunde, es geht Schlag auf Schlag! Nachdem Christoph Parkinson mir schon den unglaublichen Konzertbericht vom SHOCKING FREAKS Auftritt im Rockpalast 1997 zugespielt hat, fand sich noch eine Perle in seinem Fundus. Ein Interview mit den Meppener BACKWOOD CREATURES im „Furious Clarity“ Fanzine, aus dem Jahr 1999! Das Ganze gebe ich hier mal komplett mit nicht korrigierten Rechtschreibfehlern wieder (also kommt mir nicht mit irgendwelchen seit/seid Kommentaren oder solchem Mumpitz), allerdings werde ich mir mal die Freiheit rausnehmen einige Absätze mit schlauen Kommentaren zu versehen. Hut ab noch mal vor Christoph Parkinson! Wenn der mal wieder bei seinen Verwandten in Meppen zu Besuch ist, werden wir wahrscheinlich einen SHOCKING FREAKS Reunion-Auftritt organisieren und die Stadt dem Erdboden gleichmachen!!! Vorher gibt’s hier die BACKWOOD CREATURES anno ’99 – viel Spaß mit Nilz Nonchalant, Tommy Toilet, Heini Heartbreaker, Leif Let’s-Go und Tough Timo [...]“.

Das Interview, welches erstmals im FCZ Nr. 4 veröffentlicht worden ist, findet ihr auf der Homepage von Minus Rockity Meppen [minusrockcity.blogspot.com]. Wie gut, dass ich mir inzwischen Lektoren leisten kann. Freut euch übrigens tatsächlich schon mal auf die SHOCKING FREAKS-Reunion. Meine Traumbesetzung wäre die Formation, mit der wir den Großteil der Shows gespielt haben: Captain A. (Vocals), Mad Ass (Bass), Kühne (Guit.), Parkinson (Guit. 2), Sascha S. (Drums). Wer die anderen Bandmitglieder zusammentrommelt und uns einen Proberaum verschafft, dem sei eine Palette Öttinger sicher.

(Christoph Parkinson)

Januar 2012: Steffen Ademmer stellt in der Staatsgalerie Delirien aus!

Donnerstag, 12. Januar 2012

Staatsgalerie Delirien, Köln/ Steffen Ademmer

Im Januar stellt der Galerist, Künstler und Vollzeit-DIY-Aktivist Steffen Ademmer eigene Werke in der Staatsgalerie Delirien aus.

STAATSGALERIE DELIRIEN
Maastrichter Str. 24 / 50672 Köln
http://aetherbocxs.blogspot.com/

(Christoph Parkinson)

Paul Booth stellt im Giger Museum in Gruyères aus!

Dienstag, 10. Januar 2012

Paul Booth

Noch bis Ende April. Nähere Informationen befinden sich auf der Homepage des Giger-Museums.

(Empfehlung von Christoph Parkinson)