Anti-Karaoke | The Schöne Hubätz | David Hasert

Alter, ganz kurz, hier können sich einige Karaoken noch ne Scheibe von abschneiden: Anti Karaoke in Barcelona. Jeden Montag (!) im Apollo. Der Laden ist ungefähr so groß wie das Underground (Köln) und platzt original aus allen Nähten. “Menos fam porro – más cocaína!” – Oder so was in der Art kreischt dann eine Lack und Leder-Moderatorin von der Bühne, die wie eine Transe aussieht. Das ist Rachel Arieff. Die Alte macht das zweimal die Woche (Barcelona/Madrid) und scheint nicht mehr ganz knusper zu sein. Alle zwei Lieder zieht sie sich vollständig um und ihre Garderobe entspringt komplett einer Jules Jordan Produktion. Hinten auf der Bühne liegen Sachen zum selbst verkleiden und die Leute rasten total aus, Stagediving, Pogo, mit 100 Mann auf der Bühne, alles kein Problem. Vorgetragen werden die Lieder in Phantasieenglisch und Spanisch. Mein “Geheimtipp” im Urlaub, muss man aber selber gesehen haben und bitte betrunken, sonst kommt das hier nicht rüber.

1/2 energy

Letzte Woche Samstag war ich im Club Scheisse auf einem Hardcore Konzert, da spielten Strick, Bob Rooney und TSH. Alter watn Spaß! Club Scheisse ist mittlerweile eh jedem Kölner ein Begriff, in der Bude finden häufiger Privatpartys statt von denen andere nur träumen, speziell Leuten, denen die etablierten (Punk)Läden zu spiessig sind ans Herz gelegt. Einfach herrlich zu sehen, dass es sowas auch noch gibt! DIY ohne Lila-Latzhosen-PCtum, ich liebe die Boys, thanks Steffen, thanks Jan!

Das Konzert war spitze, Strick sind so ne Mischung aus Cotzbrocken und Youth of Today, so ne herrlich ehrlich rumpelige Angelegenheit mit kölschen Texten, dem Schlagzeuger würden auch n paar Kochtöpfe reichen. Dann Bob Rooney, der Sänger hat seine Moves geübt, auch wenn er aussieht, als käme er grade vom Tischtennistraining und am Ende TSH. Mittlerweile kann keiner mehr stillstehen, TSH sind so ein Phänomen, die sind jetzt überregional nicht so bekannt, aber in Köln fliegt die Kuh, wenn die irgendwo auftreten. Das halbe Publikum ist mit freiem Oberkörper unterwegs, es werden Haufen aus Leibern gemacht und es wird an der Decke rumgeklettert, ich hab sogar Weiber zu Boden gehen sehen, Juhuuu!!!

Alles in allem war das sicher nix neues aber ich hab so einen Spaß beim zugucken gehabt, wie ewig nicht mehr (hat man glaub ich danach auf der APhone gemerkt, ich kann mich an nix mehr erinnern).

Hier noch was für alle Techno-Fans: David Hasert, der Boy auf dem Skateboard, hat einen neuen Song auf seinem Profil, You can‘t put your arms around a melody und da haben wirs wieder, einer der Hauptgründe, warum ich den Typ auch als Künstler so mag und was ihn für mich (ich hab keine Ahnung von Techno) so interessant macht und abhebt von den anderen Heinis ist eben, dass der Kerl seine Punkplatten gehört hat, ich stoße bei ihm immer wieder auf Anspielungen und interessante Querverweise, die mich dranbleiben lassen. Toller Song! Wer sich das mal im Club geben möchte dem sei Samstag die LIKE im Subway empfohlen, eine der besten Partys der Stadt.

Christian Destroy.

Eine Antwort zu “Anti-Karaoke | The Schöne Hubätz | David Hasert”

  1. “Das Konzert war spitze, Strick sind so ne Mischung aus Cotzbrocken und Youth of Today”, haha. Sehr schön Christian, bitte mehr! Und für die Anti-Karaoke in Köln kennst du doch bestimmt eine Olle, die das, zumindest dir zuliebe, voller Inbrunst auf die Beine stellt. Ich freue mich auf das Debüt!