Cap de Creus und Jahrestag

Wir bleiben noch ein paar Tage in Port de la Selva und ruhen uns aus. Wirklich im Gedächtnis geblieben ist mir noch eine circa 35-jährige Frau, die von ihrem Lebensgefährten/Ehemann Schwimmflügel angezogen bekommt. Nur um dann mit denen im etwa knietiefen Wasser um sich zu schlagen. Außerdem hat Rosario nun immer seinen Sonnenschirm mit am Strand, wobei das Aufbauen des Selbigen das Ansehen jeder Mr. Bean Folge überflüssig macht. Mittlerweile befindet sich in unserer direkten Zeltnachbarschaft eine deutsche Familie mit mehreren Kindern unterschiedlichen Alters, welche sich zunehmend über unser Gebaren und Umgangston zu amüsieren scheint, was uns zunehmend die Luft aus den Segeln nimmt. Immer wenn ich zu ihnen herübersehe, während wir gerade etwas “besprechen” oder “ausdiskutieren”, lachen sie sich halb tot. Die Mutter meint irgendwann im Vorbeigehen zu mir, dass sie unseren rheinischen Dialekt so möge und sie ursprünglich aus Koblenz käme. Einfach irre, ein Spaß für Jung und Alt!

Eines Morgens beschließen wir Dalis Anwesen zu besuchen. Als wir es erreichen (sehr schön alles), wird uns mitgeteilt, dass immer nur acht Leute gleichzeitig reindürfen und wir übermorgen wiederkommen sollen. Da wir uns das Lachen nicht verbieten lassen und ganz spontane Kerlchen sind, fahren wir kurzerhand zum Cap de Creus. An dieser Stelle sei einmal gesagt, dass sich das wirklich gelohnt hat. Sollte jemand mal in die Nähe kommen, unbedingt anchecken. Landschaftlich ein absoluter Traum. Es sieht aus wie in einem Winnetou Film: Felsen, Pflanzen, Klippen, türkisfarbene Buchten. Wir klettern mit Flipflops an den Füßen einen unbefestigten Weg in eine dieser Buchten hinab. Rosario, dem Dangerfreak, ist das noch nicht Nervenkitzel genug. Also filmt er alles mit seinem IPhone, was natürlich bedeutet, dass er, anstelle auf den “Weg” zu sehen, ausschließlich auf sein Display guckt. Ich bin froh, dass er noch lebt. Unten angekommen, werden wir Zeuge eines Porno (?) Shootings: Ein älterer Dickwanst fotografiert (”Isch bring disch janz groß raus…”) zwei Girls, die aussehen wie Pamela Anderson. Erst mit Glitzerbikini, dann ohne. Wir waren eigentlich nicht eingeplant. Profi wie ich bin kann ich diese Situation fast ignorieren, ohne, dass es für uns peinlich wird. Eine Runde schwimmen und ab nach Hause. Anderntags wiederholen wir den Spaß, diesmal mit Chorizo, Serrano, Wasser, Taucherbrillen und Flossen im Gepäck, es wird ein toller Tag, wir springen von Klippen und kommen uns toll vor…
(Fortsetzung folgt…)

PS: Es hat zwar gar nichts mit meinem Urlaub zu tun, aber wo ich gerade schon mal dabei bin, in Erinnerung an den 11. Jahrestag:

Freiheit für Rösner und Degowski!

Destroy!

3 Antworten zu “Cap de Creus und Jahrestag”

  1. Hatte ich eigentlich bereits erwähnt, dass der Degowski kurz bevor ich in die JVA Düsseldorf gekommen bin, dort ein Jahr lang in der “Kammer” gearbeitet hat? Anzeige wegen “Verdacht auf Geiselnahme”. Und ich habe alles verpasst. Fuck!

  2. Destroy sagt:

    Allerdings Fuck!

  3. karsten sagt:

    …was soll denn dieser Clip?
    Völlig daneben…und ziemlich geschmacklos…

    Und diese Überschrift “Freiheit für Rösner und Degowski!”…

    Ironie ist etwas anderes, oder?